Sonntag, 31. Oktober 2010

[Rezension] Gotteszahl von Anne Holt

Autorin: Anne Holt
Titel: Gotteszahl
Verlag: Piper Belletristik
Seitenanzahl: 480
ISBN-13: 978-3-492-05395-2
Preis: 19,95 €


Erster Satz
Es war die zwanzigste Nacht im Dezember.

Kurze Inhaltsangabe
In Oslo wird eine stark verweste Leiche aus dem Wasser gezogen, kurz darauf wird die Bischöfin Eva Karin Lysgaard tot im Küstenort Bergen aufgefunden. Für die Morde fehlt jegliches Motiv. Der Kommissar Yngvar Stubø wird auf den Fall angesetzt und nach Bergen beordert, um herauszufinden, wer hinter dem Mord an Eva Karin Lysgaard steckt. Der Ehemann der Bischöfin ist jedoch nicht bereit über die Tat zu sprechen und auch der erwachsene Sohn Lucas weiß nicht, wie er mit der Situation umgehen soll. Als in Oslo weiter Morde geschehen, geht man erst nicht davon aus, dass sie im Zusammenhang mit den ersten beiden Mordfällen stehen. Doch Yngvar Stubø kommt mithilfe seiner Frau Inger Johanne einer christlich-fundamentalistischen Bewegung auf die Schliche, die von archaischem Hass angetrieben auch Morde begeht. Stecken diese wirklich hinter den Morden? Kann Yngvar Stubø den wahren Täter stellen und mögliche weitere Opfer schützen?

Eigene Meinung
Anfangs war ich wirklich enttäuscht von dem Buch, da der Einstieg mir überhaupt nicht gefallen hat. Es reihten sich immer wieder kleine Geschichtsteile aneinander, die jedoch keinen Bezug zueinander hatten. Für mich waren es anfangs einfach nur kleine, verschiedene Erzählungen. Mit jeder Geschichte kamen neue Personen hinzu und es war manchmal wirklich schwierig so schnell umzuschalten und zu wissen, um wen es in der nächsten Szene ging. So blieb das bis Seite 200 ungefähr. Ab da habe ich einen richtigen Wandel in diesem Krimi miterlebt. Die ganzen Teile haben sich relativ schnell verdichtet und der Leser konnte bald auch schon die Zusammenhänge der ganzen einzelnen Geschichten erkennen.

Wer hinter den Morden steckte, konnte der Leser jedoch trotzdem nicht erahnen. Im Nachhinein hätte ich niemals so einen Inhalt erwartet, alleine schon, weil der Text auf dem Buchrücken zu kurz war, um auch nur in geringster Weise eine ungefähre Richtung zu erkennen. Die Handlung wurde mit viel Geschick konstruiert und mit viel Nachdenken ausgedacht. Es ist wirklich erstaunlich wie Anne Holt es geschafft hat aus so vielen kleinen Teilen eine Geschichte zu basteln, in der am Schluss wirklich alles zusammenpasst und fast keine Fragen mehr offen sind. Ich habe am Anfang jedenfalls nicht gewusst, wie all diese kleinen Teile am Ende ein Gesamtbild ergeben sollten.

Das Buch ist kein rasanter Krimi mit vielen, schlimm zugerichteten Opfern und einer richtigen Verbrecherjagd. Der Roman überzeugt eher durch die ruhige und trotzdem spannende Erzählweise von Anne Holt. Erst langsam steigert sie die Spannung und dann ist man so vom Inhalt des Buches gefangen, dass man nicht mehr aufhören möchte.

Gotteszahl war mein zweiter skandinavischer Krimi und auch diesmal ist mir aufgefallen, dass ein großer Teil des Buches sich um die Familiengeschichte dreht. Mir gefällt es richtig gut, wenn man so viel über die Nebencharaktere erfährt. So kenne ich nach diesem Roman die Familie des Ermittlers Yngvar Stubø sehr gut. Yngvar Stubø selbst ist nicht wie andere Ermittler, finde ich. Er ist ein liebenswerter Mensch, der gerne auf die Bedürfnisse seiner Frau und seiner Kindern eingeht und doch hat er die richtige Strenge für seinen Beruf als Kommissar. Ich fand es interessant zu sehen, wie er sich im privaten Leben verhalten hat und im Unterschied dazu während der Arbeit. Anne Holt hat sich für jeden Einzelnen der vielen Charaktere genug Zeit genommen, um ihn dem Leser gut vorzustellen und das hat mir gefallen.

Das Thema, um das es in diesem Krimi geht, ist sehr komplex und doch nehme ich nach dem Lesen dieses Buches sehr viele Informationen mit. Ich habe wirklich noch nie etwas darüber gehört oder gelesen und deshalb war ich auch sehr interessiert daran. Es handelt sich dabei um das Thema Hass und im Bezug zur Kriminalität um Hasskriminalität. Dieses Thema spielte im Buch eine entscheidende Rolle für den Handlungsablauf und wurde manchmal auch wissenschaftlich erklärt. Es war jedoch so wissenschaftlich erzählt, dass es den Leser dazu angeregt hat, mehr darüber erfahren zu wollen und es war auch so, dass jeder es verstehen konnte.

Fazit
Ich bin wirklich froh, dass ich an diesem Buch drangeblieben bin, auch nach einem Anfang, der mir nicht so gut gefallen hat. Denn sonst hätte ich diesen tollen Wandel und eine super spannende und inhaltsreiche Geschichte verpasst. Dieses Buch unterhält den Leser nicht nur, es ist auch lehrreich und handelt von einem Thema, dass sehr interessant ist. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass man sich hier nicht auf einen überaus rasanten und einfachen Krimi einstellen sollte, sondern auf ein eher ruhiges und sich langsam aufbauendes Buch mit viel gutem Inhalt.

Bewertung

Halloween-Lesenacht im Wonderworld-Forum


Heute, an Halloween, gibt es im Wonderworld-Forum eine extra Halloween-Lesenacht! Ihr seid alle herzlich eingeladen ab 19 Uhr im passende Thread im Forum oder über Twitter mit dem Hashtag #WwNight mitzulesen und mitzuplaudern. Natürlich wäre es toll, wenn ihr ein Buch zum Thema lesen würdet, aber das ist kein Muss. Ich lese auf jeden Fall mit, wenn auch erst einmal nicht mit einem Buch zum Thema. Wir freuen uns jedenfalls auf jeden Leser, der mitmacht, denn mit vielen Leuten gruselt es sich doch gleich viel mehr!

Dienstag, 26. Oktober 2010

[Neu] Das Leben ist nichts für Feiglinge & Tote Mädchen lügen nicht

Letzte Woche erreichte mich ein Roman von Rici von Herzgedanke, den ich bei ihr gewonnen hatte. Ich habe mich echt gefreut! Die Geschichte hört sich so schön an und ich mag gefühlsvolle Bücher über den Alltag sehr, deshalb wollte ich es unbedingt lesen. Ich habe auch schon einmal in das erste Kapitel reingeschnuppert und es liest sich super gut und flüssig. Bin gespannt, ob meine Erwartungen an das Buch erfüllt werden.

Dann bekam ich heute noch ein Buch vom cbt Verlag, das ganz weit oben auf meiner Wunschliste stand. Wer sich auch überlegt das Buch zu kaufen, dem kann ich die Rezensionen von Parallele Welten und Seitenweise... empfehlen. Das Buch werde ich dann im Anschluss an mein jetziges Buch lesen.

Das Leben ist nichts für Feiglinge von Gernot Gricksch
Markus liebt seine Tochter Kim aufrichtig, aber trotzdem hat er in den letzten Jahren den Draht zu ihr verloren. Die kluge, aber störrische Fünfzehnjährige vertraute sich nur noch ihrer Mutter an. Doch nun ist Babette tot, Vater und Tochter sind auf sich allein gestellt. Kim reagiert auf den Verlust wütend und aggressiv, Markus hilflos. Er möchte seine Tochter festhalten, ihr Mut machen und sie beschützen aber das ist nicht leicht, wenn man sich am liebsten nur die Decke über den Kopf ziehen will, um unbemerkt weinen zu dürfen. Als Kim eines Tages spurlos verschwindet, muss Markus sich auf die Suche nach ihr machen. Und das hat ungeahnte Folgen ...

Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ... (Rezensionsexemplar vom cbt Verlag)

Samstag, 23. Oktober 2010

[Rezension] Das Grab von Richard Laymon

Autor: Richard Laymon
Titel: Das Grab
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 528
ISBN-13: 978-3-453-67555-1
Preis: 9,95 €


Erster Satz
Das musste Steve Kraft sein.

Kurze Inhaltsangabe
Melvin Dobbs wird während seiner Highschoolzeit von den meisten Mitschülern gemobbt und gehänselt. Nur Vicki Chandler setzt sich für den Außenseiter ein und akzeptiert ihn. Als er jedoch bei der Wissenschaftsmesse in ihrer Stadt versucht eine Leiche mithilfe einer Autobatterie wieder zum Leben zu erwecken, ist Vicki zu tiefst geschockt und will nichts mehr mit ihm zu tun haben.
Einige Jahre später kehrt sie in ihre Heimatstadt zurück und trifft dort abermals auf Melvin. Dieser wurde erst vor kurzem aus der Psychiatrie entlassen, ist aber entschlossener denn je zuvor. Endlich möchte er an seinen Experimenten weiterarbeiten und Fortschritte machen. Vicki dagegen plagen noch immer Albträume von damals und das erneute Zusammentreffen mit Melvin ist nur der Anfang eines perfiden Planes. Wird Melvin sein Vorhaben in die Tat umsetzen können? Und wie wird sich die Beziehung zwischen Vicki und Melvin verändern?

Eigene Meinung
Das Buch ist einfach nur der reinste Horror! Und das ist jetzt nicht im schlechten Sinne gemeint. Der Roman gehört für mich nämlich definitiv in das Genre Horror. Für mich war Das Grab der erste richtige Horror-Roman und leider bin ich nach diesem Buch nicht sicher, ob mir das Genre zusagt.

Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen. Die Idee, Menschen nach dem Tod wieder zum Leben zu erwecken und zu Zombies zu machen, ist zwar nicht neu, aber Richard Laymon hat seine eigene Methode erfunden, um toten Menschen auferstehen zu lassen. Auch hat mir seine Vorstellung wie Untote sein sollten sehr gut gefallen. Seine „Zombies“ sind nicht wie andere Untote aus bekannten Filmen ohne Verstand durch die Welt getorkelt, sondern schienen auf den ersten Blick wie ganz normale Menschen. Nur der Drang nach blutigem Fleisch wies darauf hin, dass sie nicht gänzlich menschlich sind.

Den roten Faden, der sich durch das Buch gezogen hat, konnte der Leser sehr schön mitverfolgen. Man hat richtig beobachten können, wie Melvin darauf hingearbeitet hat Vicki zu der Seinen zu machen und wie Vicki gerade im Gegensatz dazu erpicht darauf war, Abstand zu Melvin zu bekommen.

Das Buch hat mich allerdings des Öfteren verwirrt, denn man konnte manchmal gar nicht mehr zwischen Realität und Traum unterscheiden, weil die Übergänge fließend waren. Im einen Kapitel ging es um Vicki und im nächsten Kapitel ging es dann wieder, ohne das anfangs auch nur zu erwähnen, um Vickis Freundin Ace. Das hat mich oft irritiert und den Lesefluss gestoppt.

Ich konnte mich außerdem überhaupt nicht mit dem Schreibstil von Richard Laymon anfreunden. Denn das Geschriebene klingt total überzogen und übertrieben, dass es einfach nur sehr unglaubwürdig und sinnlos auf mich gewirkt hat. Ich lese gerne Fantasy-Bücher und in diesen Büchern kommen auch Dinge vor, die es gar nicht gibt. Aber diese Romane sind so geschrieben, dass man sich vorstellen könnte, dass deren Inhalt in der realen Welt einen Platz fände. Richard Laymon dagegen beschreibt die ganze Situation völlig überdreht und raubt jegliches Gefühl, dass der Inhalt auch nur in irgendeiner Weise stimmen könnte.

Das Ende war für mich noch dazu sehr unpassend. Es war klischeehaft und hat so gar nicht zum Inhalt des Hauptteils gepasst. Mir war es einfach zu „Happy End like“ und dass nach einem dermaßen brutalen und ekeligen Inhalt. Denn der Autor beschreibt das ekelige und brutale Geschehen sehr detailliert. Es ist viel Blut im Spiel und auch der Sex kommt nicht zu kurz.

Schlussendlich frage ich mich, wie das Buch zu seinem deutsche Titel gelangt ist. Denn im Buch kommt der Begriff „Grab“ überhaupt nicht vor und er wird auch in keinerweise indirekt angesprochen. Da hätte der englische Titel „Resurrection Dreams“ viel besser gepasst.

Natürlich hört sich das alles jetzt eher schlecht an, aber ich denke, dass Leser, denen der Schreibstil von Richard Laymon gefällt und die solche Geschichten mögen, ihren Spaß an diesem Buch haben werden. Ich selbst bin allerdings nicht von diesem Buch überzeugt, aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Fazit
Ich kann abschließend sagen, dass das wohl der erste und letzte Roman von Richard Laymon für mich gewesen sein wird, da ich mit dem Schreibstil und dem übertriebenen und sinnlosen Inhalt nicht zurechtgekommen bin. Wer aber auf brutale und auch ekelerregende Geschichten mit viel Blut und auf den Schreibstil von Richard Laymon steht, dem kann ich das Buch natürlich nur empfehlen.

Bewertung




Ich bedanke mich recht herzlich bei
für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 10. Oktober 2010

[Rezension] Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater

Autorin: Maggie Stiefvater
Titel: Nach dem Sommer
Verlag: Script5
Seitenanzahl: 424
ISBN-13: 978-3-839-00108-0
Preis: 18,90 €


Erster Satz
Ich erinnere mich, wie ich im Schnee lag, ein kleines, warmes Bündel, das langsam kälter wurde.

Kurze Inhaltsangabe
Grace wird als kleines Mädchen von Wölfen angegriffen. Nur ein Wolf, der Wolf mit den bernsteinfarbenen Augen, rettet sie. Seitdem beobachtet Grace jeden Winter, wie die Wölfe nach Mercy Falls zurückkehren. Und jeden Winter wartet sie auf ihren Wolf mit den goldenen Augen. Als ein Junge von Wölfen getötet wird, begibt sich Grace auf die Suche nach ihrem Wolf, um ihn vor den Jägern zu bewahren. Als ein angeschossener Junge auf ihrer Veranda liegt, ist sie sich sicher, dass dieser Junge ihr Wolf mit den goldenen Augen ist. Sam, so heißt er, und Grace verlieben sich ineinander und verbringen eine wunderschöne Zeit zusammen. Doch Sam weiß, dass dieser Sommer sein letzter sein wird. Mit allen Mitteln versuchen die beiden, dass Sam sich nicht zurückverwandelt. Gibt es für Grace und Sam eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft?

Eigene Meinung
Nach dem Sommer ist eine Geschichte, die wie aus dem Leben gegriffen scheint und doch anders ist. Dieses Buch ist eine romantische und verträumte Liebesgeschichte wunderbar mit dem Fantastischen verwoben.

Das Buch vermittelt eine ganz andere Darstellung von Werwölfen wie wir es aus Filmen oder anderen Büchern kennen. Denn in diesem Buch sind die Werwölfe keine blutrünstigen Bestien, die sich bei Vollmond verwandeln und ganze Blutbäder anrichten, sondern sie erscheinen dem Leser wie richtige Wölfe, die es tatsächlich geben könnte. Maggie Stiefvaters Wölfe verwandeln sich je nach dem, was für eine Temperatur im Moment herrscht. Wenn es kälter wird, werden sie in ihre wölfische Gestalt gezwungen und im Sommer können sie sich wieder in Menschen zurückverwandeln.

Die Charaktere Grace und Sam werden sehr liebevoll und feinfühlig beschrieben. Man fühlt sich sofort mit den beiden verbunden, weil sie sympathisch sind und vollkommen realistisch erscheinen. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht der beiden geschrieben. Der Leser kann so hervorragend einen Blick auf das Innere der beiden werfen und deren Gefühle füreinander noch besser verstehen. Der Umgang zwischen Sam und Grace ist wundervoll zart beschrieben. Die Beziehung wirkt unheimlich intensiv, wird aber überhaupt nicht kitschig und übertrieben erzählt. Sam ist ein sehr gefühlsvoller Junge, wie ein Mädchen ihn sich nur wünschen kann. Er spielt Gitarre und liest Grace aus deutschen Gedichten vor, die sie zwar nicht versteht, aber durch das Vorlesen interpretieren kann. Das hat mich wirklich berührt, denn solche Jungen, die ihre Gefühle so offen zeigen, gibt es leider nur noch sehr selten. Was zwischen Grace und Sam passiert, würde ich als pure Magie beschreiben, weil die beiden einfach füreinander bestimmt sind.

Die Geschichte wird umschattet von der Angst, dass Grace Sam wieder verlieren könnte, wenn er sich in einen Wolf zurückverwandelt. Beide kämpfen mit all ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln darum, dies zu verhindern. Unter der Kapitelnummer befindet sich auch immer eine Temperaturangabe, was dieses Gefühl der Angst beim Leser noch vertieft, dass es bald soweit sein könnte, dass Sam sich zurückverwandelt.

Die letzten 100 Seiten waren für mich wirklich sehr berührend. Ich habe mehrmals Tränen vergossen, weil die Ereignisse so unglaublich mitreißend und dramatisch waren. Ich selbst habe mich an Grace Stelle gesehen und konnte richtig mit ihr mitfühlen. Immer habe ich gehofft, dass alles gut ausgeht, wobei ich auch das Gefühl hatte, dass es kein Happy End für die beiden geben kann. Das Ende ist in sich abgeschlossen und man könnte das Buch für sich so stehen lassen. Dennoch sind zum Schluss noch einige Fragen offen, die hoffentlich im nächsten Band der Trilogie beantwortet werden. Ich kann es kaum noch erwarten, mehr über Grace und Sam zu erfahren.

Maggie Stiefvater werde ich mir auf jeden Fall als Autorin merken, denn sie hat mit diesem Buch nicht nur eine wundervolle Geschichte erzählt. Auch wie sie schreibt, hat mich völlig bezaubert. Sie findet für jede Situation die passenden Worte und macht so jede Gegebenheit zu etwas besonderem. Überhaupt nicht kitschig beschreibt sie die Liebesbeziehung zwischen Grace und Sam, sondern verwendet eine wunderschöne Wortwahl. Und das hat mir unglaublich gefallen. Ich könnte wirklich viel aus diesem Roman zitieren, aber dieser Satz hat es mir besonders angetan und ist mir im Gedächtnis geblieben.

Als die Schwester die Nadel in seine Haut stieß, schien er mit seinen Gedanken weit weg. Ich sah zu, wie die Spritze sich leerte, und stellte mir vor, dass das ein Heilmittel für Sam sei – flüssiger Sommer, der ihm direkt in die Adern injiziert wurde. (S. 264)

Fazit
Nach dem Sommer ist ein Roman, den ich jeden empfehlen kann, der eine wunderschöne und berührende Liebesgeschichte mit fantastischen Elementen lesen möchte. Besonders die Charaktere Grace und Sam und ihre Gefühle werden in diesem Buch wunderbar beschrieben. Und wenn man es auch noch perfekt zu dieser Jahreszeit liest, kann der Roman einem einfach nur gefallen!

Bewertung




Ich bedanke mich recht herzlich bei
für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 2. Oktober 2010

[Neu] Schullektüren

Da ich erst Anfang nächster Woche meine neuen Bücher vorstellen werde, zeige ich euch heute meine Bücher, die ich für den Deutschunterricht lesen muss. Die drei Bücher sind Pflichlektüre für das Abi, dass ich in zwei Jahren schreiben werde. Das Buch von Dürrenmatt werdet ihr sicher kennen, da es ziemlich bekannt ist. Kennt ihr auch die anderen beiden Bücher?

Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt
Im kleinen Städchen Güllen schwängerte vor vierzig Jahren Alfred Ill Kläri Wäscher, die er dann sitzen ließ. Mittlerweile ist aus Kläri Wäscher die Multimillionärin Claire Zachanassian geworden. Als solche erscheint sie jetzt wieder in Güllen, um sich zu rächen. Sie bietet der Stadt 1 Milliarde, falls jemand Alfred tötet ...
Eine spannende und fesselnde Handlung, die ein Bildnis für die menschlichen Laster Korruption, Versuchung und Gier ist.

Der Prozess von Franz Kafka
Ebenso wenig greifbar sind das auf einem Dachboden tagende Gericht und das Gesetz. In einem Prozess, von dem nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch der Angeklagte ausgeschlossen bleibt, wird Josef K. schließlich von einer anonymen, für ihn unerreichbaren Gerichtsinstanz, die sich seinem Verständnis entzieht, zum Tod verurteilt.

Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist
Kleists Erzählung handelt vom Pferdehändler Michael Kohlhaas, "einem der rechtschaffensten und zugleich entsetzlichsten Menschen seiner Zeit". Kohlhaas wird während einer Reise nach Leipzig auf Befehl des Junkers Tronka angehalten und gezwungen, seine besten Pferde zurückzulassen. Als die Gerichte seine gerechtfertigten Ansprüche abweisen, greift er zur Selbstjustiz. Er sammelt eine Bande um sich, brennt das Schloss des Junkers nieder und zieht raubend und mordend durchs Land, während die Obrigkeit seiner Spur folgt ...

Freitag, 1. Oktober 2010

Lesehörstatistik im September 2010

Gelesen
  1. Lori Handeland: Wolfsbann ****
  2. Stefan Keller: Kölner Kreuzigung ****
  3. Lea Korte: Die Maurin *****
  4. Rachel Hawkins: Hex Hall - Wilder Zauber ***** [Empfehlung des Monats]
  5. Maggie Stiefvater: Nach dem Sommer [bis Seite 300 von 424]

Mehr ...
Gelesen diesen Monat: 5
Gelesene Seiten diesen Monat: 1707
Momentane Anzahl des SuB: 18